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Clematis zurückschneiden: Zeitpunkt und hilfreiche Tipps

Clematis zurückschneiden
Clematis zurückschneiden (Bild: Alfsky/istockphoto.com)

Die Clematis ist ein farbenfroher Schmuck für jeden Garten, die für einen attraktiven Anblick einen gezielten Rückschnitt im Laufe der Jahre benötigt. Das Clematis zurückschneiden ist nicht so einfach wie bei anderen Pflanzen, da es unterschiedliche Pflanzgruppen gibt, bei denen jeweils ein anderer Schnittzeitpunkt optimal ist. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie bei Ihrer Art vorgehen sollten und wie das Clematis zurückschneiden in jedem Fall gelingt.

Dies sollten Sie grundlegend beim Clematis zurückschneiden bedenken
Wie bei vielen anderen Gewächsen hängt der ideale Zeitpunkt auch beim Clematis zurückschneiden von ihrer Blüte ab. Natürlich sollte nicht durch einen falschen Schritt eine Gefährdung der Blütenpracht riskiert werden, wobei zwischen früh- und spätblühenden Varianten unterschieden werden muss. Aus Erfahrung heraus dürften Sie wissen, wann Ihre Clematis in voller Blüte steht und zu welchem Zeitpunkt diese deshalb einen gezielten Rückschnitt benötigt. Sollten Sie die besondere Blume gerade erst gekauft haben, informieren Sie sich beim Fachhändler oder über eine beiliegende Beschreibung, wann der übliche Blütezeitraum ist und wie Sie nach diesem am besten Ihre Clematis zurückschneiden.

So gehen Sie beim Clematis zurückschneiden richtig vor
Frühblüher wie die Clematis montana oder die Clematis alpina schneiden Sie erst nach der Blütezeit, im Frühling oder frühen Sommer würden Sie mitten in die gewünschte Blütenpracht hineinschneiden. Für diese Arten der Clematis sollte direkt nach der Blüte im späten Frühjahr geschnitten werden, für das Abtrennen einzelner Seitentriebe reicht das Warten bis zum Oktober oder November aus. Durch das Beschneiden sollten Sie außerdem gewährleisten, dass die Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen, neben einem reinen Formschnitt ist deshalb ein stärkerer Rückschnitt denkbar.

Anders sieht es bei Spätblühern aus, die erst im Laufe des Sommers Ihre gesamte Pracht an farbenfrohen Blüten zeigen. Hier lohnt das Clematis zurückschneiden im Übergang vom späten Winter auf die Frühlingsmonate. Zu dieser Zeit beginnt die Pflanze mit ihrem natürlichen Wachstum für die anstehende Saison und wird sich über einen gezielten Rückschnitt freuen, um keine unnötige Energie für bestimmte Triebe aufbringen zu müssen. Prüfen Sie beim Clematis zurückschneiden deshalb genau, welche Triebe und Äste einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen und bei welchen die Pflanze eher Schwierigkeiten bei der gesunden Entwicklung aufzeigt.

Weiteres Wissenswertes zu den Rückschnittgruppen der Clematis
Neben dem Blühverhalten sollte beim Clematis zurückschneiden außerdem auf die Rückschnittgruppe eingegangen werden, hierbei ist zwischen drei Varianten zu unterscheiden:

  • Gruppe 1: Hierzu gehören die oben genannten Frühblüher und zahlreiche Wildarten. Der Beschnitt sollte direkt im Spätfrühling erfolgen, ein Beschneiden lässt sich im Spätherbst durchführen.

  • Gruppe 2: Hierzu zählen klassische Sommerblüher, für die im Laufe der Saison keine Möglichkeit zum Schneiden gegeben ist. Hier heißt es, bis in den späten Herbst zu warten und einen radikaleren Rückschnitt auf maximal 40 Zentimeter vorzunehmen. Alleine hierdurch gewährleisten Sie, dass die Pflanzen sicher durch den Winter kommen.

  • Gruppe 3: In diese Gruppe fallen Hybridpflanzen, die zweimal im Jahr erblühen und somit keiner anderen Gruppe zuzuordnen sind. Bei diesen bietet sich der Winterschnitt alle paar Jahre an, um eine dauerhafte Verkahlung auszuschließen. Die Entfernung der Fruchtstände bietet sich erst nach letzten Blütephase im Sommer an.

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